Zum Amtsantritt von Thomas Haß und dem Ende der Amtszeit von Michael Stremlau: Hoffnungsvoller Neubeginn und Rückblick ohne Wehmut

Hoffnungsvoller Neubeginn:

Wir freuen uns über den Amtsantritt von Thomas Haß. Er hat, anders als der ehemalige Bürgermeister Stremlau, kommunalpolitische Erfahrung, hat im Wahlkampf Sensibilität für komplexe und schwierige Problemstellungen (z. B. Stadtwerke) bewiesen und Motivation gezeigt, wesentliche und wichtige Impulse zu setzen z. B. in Sachen Stadtentwicklung, Aktivregion, Stärkung des Wirtschaftsstandortes und vor allem auch nachhaltiges, umweltschonendes Handeln in der Stadt. Wir werden ihn mit unserer Fraktion, gerade angesichts der seit Jahren komplizierten und verhärteten politischen Gemengelage, nach Kräften unterstützen. Wir sind zuversichtlich, dass mit ihm ein neuer Wind in Schwentinental einkehrt, mehr Bürgerfreundlichkeit und -beteiligung, mehr Transparenz und vor allem mehr Visionen und ein ernsthafter Aufbruch zum Ziel der Klimaneutralität. Thomas Haß hat in seiner Heimatgemeinde als langjähriger Bürgermeister bereits vielfach bewiesen, dass er Visionen auch umsetzen kann, dass ihm grüne Themen, Nachhaltigkeit und zukunftsgerichtete Ortsentwicklung besonders am Herzen liegen und nicht zuletzt ist er ein passionierter Radfahrer, somit Exponent einer Mobilität der Zukunft. Wir glauben im Übrigen nicht, dass es sinnvoll oder notwendig ist, dass Thomas Haß seinen Wohnsitz nach Schwentinental verlegt, er wohnt ja schließlich nur „mal eben über die Schwentine“. Wir meinen, er wird auch so ein guter, mit seinem bisherigen, schönen Zuhause als Basis und Ort zum Auftanken, vielleicht sogar ein noch besserer Bürgermeister für Schwentinental sein können.

Rückblick ohne Wehmut:

Das Ausscheiden Michael Stremlaus als Bürgermeister markiert leider, anders als vor kurzem der SPD-Fraktionsvorsitzende Volker Sindt erklärte, aus unserer Sicht nicht das Ende einer erfolgreichen Amtszeit, sondern den Abschluss sechs quälend träger Jahre, in denen die zu Stremlaus Amtsantritt erklärte Vision „Schwentinental 2030“ nie greifbar wurde. Die letzten sechs Jahre waren von Stillstand gekennzeichnet, von der Verfestigung problematischer Strukturen, sowie von Intransparenz (Aufsichtsrat Stadtwerke, stadteigene Immobilien) oder gar Fehlinformationen bei wesentlichen Entscheidungen (Flüchtlingsunterkünfte 2015, Freibadsanierung 2016/17, Bürgerentscheid Bahnhofstrasse, Pachtvertrag Reitplatz Klausdorf, Gesellschaftsvertrag Stadtwerke 2020 u.v.m..). Alle wesentlichen Impulse kamen nicht von Stremlau selbst, sondern häufig von den GRÜNEN (Stadtentwicklung, Klimamanagement, Sanierung des Freibades u.a.), gelegentlich der SWG oder von Außenstehenden (Quartiersmanagement). Wir haben uns deshalb ganz bewusst und aus unserer Sicht konsequent entschieden, nicht Teil der zu erwartenden unkritischen Würdigung Stremlaus insbesondere durch die drei großen Fraktionen sein zu wollen, sondern uns auf unsere Weise kritisch, aber dennoch fair und angemessen von Herrn Stremlau verabschiedet. Trotz aller aus unserer Sicht berechtigten Kritik wünschen wir Herrn Stremlau für seinen Ruhestand alles Gute und vor allem Gesundheit.

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